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Video Tuffsteinhöhlen von Göreme

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Hinzugefügt von Marc Szeglat Mai 19, 2004

Die Feenkamine aus Tuffstein sind das Wahrzeichen der Region Kappadokien in der Türkei. Über Generationen legten die Menschen Höhlenwohnungen in den weichen Tuffsteinen an. Im Sommer isoliert der Tuffstein gut gegen die Hitze Anatoliens, im Winter schützt er vor den strengen Nachtfrösten. Die Stadt Göreme bildet das Zentrum der Tuffsteinregion, die seit 1985 unter dem Schutz der UNESCO steht.
Besonders hervorzuheben sind die Felsenkirchen von Zelve, die hier Hauptsächlich zwischen dem 5. und 13. Jahrhundert entstanden sind. Die Christen flüchteten sich in die abgelegene Gegend vor ihrer Verfolgung durch Perser, Römer, Araber und Mongolen. Aus gleichem Grund wurden ganze unterirdische Städte angelegt, die teilweise bis zu 20 Stockwerke tief sind. Die bekannteste dieser Städte ist Derinkuyu. Sie wurde 1963 zufällig entdeckt. Bisher wurden 8 Stockwerke freigelegt. Die unterirdischen Städte waren gut zu verteidigen und die Eingänge wurden mit groß runden Steinen verschlossen, die man wie Mühlsteine rollen konnte. Die Anlage beherbergte bis zu 10.000 Menschen. Insgesamt werden in Kappadokien bis zu 50 unterirdische Städte vermutet. 36 wurden bereits entdeckt.
Das Tuffgestein bildet die Basis für diese Landschaft und wurde bei Ausbrüchen der Vulkane Erciyes Dagi (3916 m) und Hasan Dagi gefördert. Eine härtere Deckschicht überlagerte den weichen Tuff, trotzdem gelang es der Erosion diese anzugreifen und teilweise abzutragen. War die Deckschicht erst einmal abgetragen, wurde auch der weiche Tuff erodiert. An Stellen, an denen die härtere Deckschicht erhalten blieb war der darunter liegende Tuff geschützt und erodierte nicht. Die Erosion trug aber das benachbarte ungeschützte Gestein ab und es entstanden Gesteinsrippen und später frei stehende Türme. Diese Tufftürme sind die Feenkamine. Oft tragen sie einen härteren Deckstein als "Mütze".